Körpergefühl

Narben und Körpergefühl: Deine Geschichte braucht Raum

Eine Narbe kann mehr berühren als die Haut. Sie kann aber auch einfach eine Narbe sein. Beides verdient Respekt.

Von Uli Gutbrod · Redaktionell überarbeitet am

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Es gibt keine richtige Reaktion

Vielleicht erinnerst du dich beim Blick auf die Narbe an eine Operation. Vielleicht stört dich vor allem das Spannungsgefühl. Vielleicht bedeutet sie dir wenig. Gefühle, Scham oder Trauer lassen sich nicht an der Form einer Narbe ablesen. Du musst deiner Narbe keine bestimmte Bedeutung geben.

Berührung beginnt mit Einverständnis

In einer persönlichen Begleitung bestimmst du, was gezeigt, erklärt und berührt werden darf. Ein Nein braucht keine Begründung. Wir können zunächst nur sprechen; auch eine Pause oder ein Abbruch ist möglich. Das gilt besonders an intimen Körperstellen und nach belastenden medizinischen Erfahrungen.

Körperliche und seelische Unterstützung unterscheiden

Anhaltende Angst, belastende Erinnerungen oder starke Vermeidung können eine psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll machen. Narbenbegleitung ersetzt diese nicht. Die Bücher „Narbenhaut & Seelenkraft“ und „Wo Berührung beginnt“ nehmen Fragen von Körperbild, Nähe und Selbstbestimmung auf, ohne aus einer Narbe eine psychische Diagnose zu machen.

Hintergrund und weiterführende Informationen

Allgemeine Information. Deine Behandlung richtet sich nach dem individuellen Befund und dem zuständigen medizinischen Team.

Was beschäftigt dich an deiner Narbe?

Im persönlichen Erstgespräch hören wir genauer hin. Wir klären, ob eine ergänzende Begleitung infrage kommt und welche Fragen vorher medizinisch beantwortet werden sollten.

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